Nachhaltigkeit: Das Problem mit den Ratings

31.05.2022

Nachhaltigkeit spielt für immer mehr Anleger eine wesentliche Rolle bei ihren Investitionsentscheidungen. Verstärken dürfte sich der Trend, wenn ab August im Rahmen einer Anlageberatung die Nachhaltigkeitspräferenz der Kunden obligatorisch erfragt wird. Doch wie lassen sich wirklich nachhaltige Unternehmen von solchen unterscheiden, die bloß Greenwashing betreiben, sich also einen grünen Anstrich verpassen?

ESG-Ratings versprechen hier Unterstützung. Das Kürzel steht für Umwelt (Environment), Soziales und Unternehmensführung (Governance). Das derzeitige Ratingsystem hat allerdings seine Tücken: Zum einen kommen verschiedene Anbieter zu stark konträren Ergebnissen für ein und dasselbe Unternehmen. Zum anderen haben große Firmen Wettbewerbsvorteile, weil sie den Aufwand für ein Rating – oder mehrere – leichter stemmen können. Denn die Beurteilung kostet nicht nur Geld, sondern erfordert auch umfangreiche Dokumentationsarbeit. Der Versicherer-Gesamtverband GDV fordert deshalb eine EU-weite Regulierung von ESG-Ratinganbietern, um die Markttransparenz zu erhöhen und nachhaltigen Investitionen mehr Entwicklungspotenzial zu verschaffen.

Was ist eine nachhaltige Geldanlage?

Wenn Sie Geld anlegen, wollen Sie dafür in der Regel Zinsen erhalten oder eine gute Rendite erzielen. Sie können Ihr Geld mit dem Ziel anlegen, dass die angelegte Geldsumme sicher erhalten bleibt. Oder Sie gehen – in Aussicht auf eine höhere Rendite – höhere Risiken ein. Dabei kann es passieren, dass Sie das angelegte Geld nicht oder nur teilweise wieder zurückerhalten. Bei Ihrer Geldanlage kann es für Sie auch wichtig sein, wie schnell Ihr Geld verfügbar ist. Rendite, Risiko und Verfügbarkeit – das sind die Kriterien, nach der eine Geldanlage klassisch beurteilt wird.

Das Kriterium der Nachhaltigkeit führt einen neuen Aspekt zur Beurteilung einer Geldanlage ein. So gibt es mittlerweile auch zahlreiche Anlageformen, die beispielsweise Investitionen in die klimaschädliche Verstromung von Kohle oder Kinderarbeit ausdrücklich ausschließen. Mit manchen Geldanlagen sollen Sie sogar ganz gezielt soziale oder umweltfreundliche Projekte wie beispielsweise den Bau von Schulen oder Solarparks fördern können. Es geht bei diesem neuen Kriterium der Geldanlage also darum, nachhaltig zu investieren.

Gibt es derzeit verbindliche Kriterien für eine nachhaltige Geldanlage?

Noch gibt es keine einheitlichen Mindeststandards für nachhaltige Geldanlagen und kein unabhängiges Verbraucherlabel. Hinter den Namenszusätzen wie „ökologisch“, „sozial“, „ethisch“, „grün“ oder „klimafreundlich“ verbergen sich ganz unterschiedliche Kriterien. Jeder Anbieter kann etwas Anderes darunter verstehen. Um beurteilen zu können, ob die Geldanlage Ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit entspricht, müssen Sie sich genau informieren.

Hubert Leikam

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